Ruhefristen

Das Gesundheitsamt erhält vor der Eröffnung eines neuen Friedhofes eine Probe des Bodens vom Friedhof.
Anhand dieser Bodenanalyse werden die Ruhefristen festgelegt. (Zeit bis der Leichnam im Boden verwest ist)
Erfahrungsgemäß dauert es in Sand und Kiesböden 7 -12 Jahre, in Grabkammern mit Kohlefiltern 7 – 12 Jahre und in zähen Lehmböden 25 – 30 Jahre.

RuheForst

Ist eine besondere Form der Bestattung.
Die letzte Ruhestätte erfolgt in ausgewählten Waldgebieten, in sogenannten „RuheBiotopen“, die auch zu Lebzeiten erworben werden können.
Das Nutzungsrecht für ein RuheBiotop kann bis zu 99 Jahre eingeräumt werden.
Es besteht die Möglichkeit, das Grab namentlich zu kennzeichnen.
Für die Beisetzung werden ausschließlich biologisch abbaubare Urnen verwendet.
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von RuheForst Standorten in Deutschland (www.ruheforst.de).

Richterliche Leichenschau

Wird gemacht um unnatürliche Todesfälle aufzuklären oder um die Identität des Verstorbenen zu klären.
Diese Leichenschauen nimmt ein Gerichtsarzt vor.

Reihengrabstätten

Sind Grabstellen für eine Beisetzung (Sarg oder Urne).
Man kann diese Grabstätte nicht zu Lebzeiten erwerben, eine Verlängerung des Nutzungsrechtes an dieser Grabstelle ist auch nicht möglich.
Diese Grabstellen werden meist nach der Ruhefrist vom Friedhof wiederbelegt.

Rechtsmedizin

In der Rechtsmedizin landen Verstorbene, die aufgrund von Unfällen / Suizid oder Mord verstorben sind oder eine nicht eindeutige Todesursache hatten.
Hier soll aufgeklärt werden ob und wie Fremdverschulden vorlag, ob etwas Unnatürliches vorliegt.
Die Staatsanwaltschaft bzw. Gericht beantragt die Leichenöffnung.
Die Beisetzung einer solchen Person kann erst durch die Freigabe dieser Stelle erfolgen.