Hinduismus

Es gibt im Hinduismus keine Glaubenslehre, 95 % aller Hindus leben in Indien.
Sie glauben an Reinkarnation, d.h. die Seele wird nach dem Tod in einem anderen Körper widergeboren.
Das Kastensystem ist vorherrschend.
Die Anschauung besagt, dass alle Lebewesen des Ganzen eine Stufenleiter bilden, die bei den Pflanzen beginnt und oben bei den Göttern endet.
Lebewesen werden aufgrund der Lebensweise in einem vorhergehenden Leben in die entsprechenden Kasten hineingeboren.
Ein Ende der Seelenwanderung gibt es erst, wenn die gereinigte Seele Erlösung erfährt.
Die durchgeführte Feuerbestattung ist als Läuterung der Seele zu verstehen, die sich vom vergänglichen Leib befreit.
Es ist Aufgabe des ältesten Sohnes des Verstorbenen, die Feuerbestattung zu veranlassen und zugegen zu sein.
Versorgung des Leichnams:
Es ist Pflicht, das die Angehörigen den Verstorbenen rituell waschen und einkleiden. Männer bekommen ein um die Hüften gewickeltes Gewand ( Vesti ) ein Hemd und ein Schal.
Die Frauen bekommen wenn möglich den ersten Sari ihrer Ehe angezogen. (Wickelgewand)
Gestaltung der Trauerfeier:
Für die rituelle Feier wird ein separater Raum benötigt. Es kommt zur Aufbahrung des Leichnams. Er wird u.a. mit geweihter Asche, Paste aus Sandelholz und künstlichen Safran geschmückt. Öllampen, Kampfer und Weihrauch werden angezündet.
Die Besucher sprechen Gebete.
Bestattung:
Es gibt nur Feuerbestattungen, den Transport zur Einäscherung übernimmt der Bestatter.
Die Asche wird den Angehörigen ausgehändigt ( wenn gesetzlich zugelassen ) oberstes Ziel ist, die Beisetzung in den heiligen Fluss Ganges.
Seebestattungen als Alternativen sind manchmal unumgänglich und werden auch akzeptiert.