Exhumierung

Ausgrabung eines bereits beigesetzen Leichnams zur angeordneten Untersuchung und anschließende Wiederbestattung im gleichen Grab.
Angeordnet durch die Staatsanwaltschaft oder die Polizei können Anträge eingegangen sein von diesen Stellen:

  • Rentenversicherungsträger
  • Berufsgenossenschaft
  • Vormundschaftsgericht

Lebensversicherer / Unfallversicherer

Eselsbegräbnis

Im Mittelalter geläufige Bezeichnung einer Beisetzung außerhalb des Friedhofes. (unehrenhafte Bestattung)

Eschatologie

Die Lehre von den jenseitigen und letzten Dingen.
Sie betrifft das Schicksal eines Einzelnen im gleichen Maß wie das allgemeine Weltende (Apokalypse).

Ersatzmaterialien für Grabsteine

In finanziell schlechten Zeiten gab es noch andere Materialien für Grabsteine, wie z.B, Holz, geschmiedetes Eisen, Gusseisen, Zinkguss, Kunststein, geschwärztes Glas, Galvanoplastiken.

Erinnerungskristall

Kristalle sind Symbole für Liebe und Verbundenheit.
Die Formen in ihrem Innersten lassen ein Spiegelbild der Ewigkeit entstehen.
Diese Art der Erinnerung ist vollkommen neu und eine besondere Innovation in dem sich wandelnden Umgang mit der Trauer.
Wider der Vergänglichkeit etwas bei sich zu haben, etwas berühren zu können, ist unvergleichlich und verleiht ein Gefühl innerer Nähe.
Aus menschlicher oder auch tierischer Asche oder Haaren, kann man einen ganz persönlichen und einzigartigen Kristall herstellen.
Wie bei der Diamantbestattung, erhalten Sie ein Unikat.
Bei den Kristallen sehen Sie jedoch, anders als bei der Diamantbestattung, auch äußerlich die Einzigartigkeit des Kristalls.
Kein Kristall ähnelt dem Anderen.
Die Kristalle werden in Deutschland in einer kleinen Manufaktur hergestellt, wo man auch direkt zusehen kann, wie der Kristall gefertigt wird. (Aufpreis)
Die verbleibene Asche kann auf dem Friedhof Ihrer Wahl dann beigesetzt werden.
Die äußere Formgebung lässt sich bestimmen, während die im Kristall entstehenden Formen und Schweife weitesgehend willkürlich sind.
Ein Kristall, geschaffen für die Ewigkeit.
„Galaxiekristalle“ habt das Unternehmen die neuste Kreation leuchtender Kristalle getauft.
Durch die Beimischung speziell behandelter seltener Erden erstrahlt Ihr Kristall in der Dunkelheit bis zu 12 Stunden.
Ein Blick in eines dieser Kristalle läßt sie die Unendlichkeit des Universums erahnen.
Sollten Sie sich für diese Bestattungsart entscheiden, sind wir der richtige Ansprechpartner.

Quelle

Erinnerungsgrafik

Im 19. Jahrhundert gab es ein breites Angebot von Erinnerungsblättern, die meist als Wandschmuck in den Wohnungen oder Häusern dienten.
Sie wurden mit dem individuellen Namen beschrieben, sowie mit Daten der Person. (Taufe, Kommunion, Hochzeit, Tod, Jubiläen…)
Gerahmt wurden diese Papiere und es entstanden ganze Galerien.
Später wird dieses Ritual durch die Fotografie abgelöst.

Entwicklung der Erd- und Feuerbestattung

Paläolithikum und Mesolithikum (10.000 – 4.000 v. Chr.)

  • Versenkung in Mooren / Sümpfe
  • Versenkung im Wasser / Meer
  • Den Einwirkungen der Luft aussetzen
  • Mumifizieren

Neolithikum (4.000 – 1.800 v. Chr.)

  • Erdbestattung unter Steinen (Großsteingräber)

Bronzezeit (1.900 – 800 v. Chr.)

  • Erste Feuerbestattungen
  • Einbalsamierungen in Ägypten
  • Entstehung erster Nekropolen
  • Bei seefahrenden Völkern Aussetzen auf Booten und Schiffen

Eisenzeit (1000 v. Chr. bis zur Zeitwende)

  • Feuerbestattung ist vorherrschend in Europa
  • Verbrennung und Bestattung der Asche in Keramikurnen
  • Im minoisch – kleinasiatischen Raum weiterhin Nekropolen
  • Bei den Kelten Erdbestattung sippenweise in Hügelgräbern

Nach der Zeitwende

  • Zuerst existierten beide Arten der Bestattung unverändert, bis die Erdbestattung wieder zunahm (Karl der Große verbot die Verbrennungen 785 bei Todesstrafe)
  • Mitte des 19. Jahrhunderts ging der Boom der Feuerbestattungen wieder los mit 1878 dem ersten brauchbaren Heißluftofen (Werner von Siemens)
  • Eröffnung des ersten Krematoriums in Gotha 1878, 1891 später in Heidelberg

Heute

  • Erd- und Feuerbestattungen sind rechtlich gleichgestellt, wobei bundesdurchschnittlich die Feuerbestattungen vorn liegen.
  • Es gelten das Gesetz über die Feuerbestattung vom 15. Mai 1934 und die dazu erlassene Durchführungsordnung für die Feuerbestattung von 1938
  • Einige Bundesländer haben mittlerweile im Rahmen ihrer neu erlassenen Bestattungsgesetze abweichend vom Feuerbestattungsgesetz geregelt

Emaillephoto

Porzellanfoto. Auf Grabsteinen manchmal angebracht.