Aussegnung

Bevor der Tote das Sterbehaus verlässt, wird er ausgesegnet. Es zählt zu den wichtigen Übergangsriten.
Der Sarg wird danach verschlossen und kann beigesetzt werden.
Bei Urnenbeisetzungen erfolgt eine Aussegnung an der Urne, bevor sie beigesetzt wird.
Ein Geistlicher tut dies.

Ausschlagung eines Erbes

Nach § 1944 Abs.1, 2 Satz 1 BGB muss spätestens nach 6 Wochen eine Ausschlagung des Erbes erfolgen von Zeitpunkt an gerechnet, als der Erbe Kenntnis vom Ableben des Erblassers erhielt.

Auferstehung

Die Auferstehung Christi ist die Grundlage für die im Glaubensbekenntnis ausgesprochene Gewissheit einer Auferstehung aller Toten.
Die Möglichkeit des doppelten Ausgangs gab es, entweder in den Himmel oder in die Hölle.

Aufbewahrung

Zurschaustellung einer verstorbenen Person in einem offenen / geschlossenen Sarg in einem dafür vorgesehenen Raum (Kirche, Friedhofshalle, Friedhofskapelle, zu Hause beim Verstorbenen, in einigen Krankenhäusern / Hospizen) zur Abschiednahme durch die Angehörigen oder zum Aussegnen von religiösen Gemeinschaften.
Je nach Wunsch bespricht der Bestatter im Detail, wie die Aufbahrung aussehen soll. Individuelle Wünsche greift der Bestatter auf, kann den Sarg mit Tüchern / Blumen schmücken, die unmittelbare Umgebung z.B, mit Kerzen, Rednerpult, Standkreuz (hinter dem Sarg), Weihwasserbehälter.
Früher auch Totenwache genannt, dabei wurde meist der Brautanzug / Abendmahlskleid angezogen. Dem Toten wurden die Hände gefaltet, man gab ihm den Rosenkranz in die Hand, Gebetsbuch oder Sterbekerze.

Aspergill

Instrument zum Versprengen von Weihwasser, das häufig bei religiösen Trauerfeiern verwendet wird.
Besteht aus Metall.

Asche

Asche ist im kirchlichen ein Zeichen der Buße.
Aschermittwoch hat seinen Namen daher, die Gläubigen lassen sich mit dem Aschekreuz zeichnen. (z.B, in Kreuzform auf den Haupt gestreut). Die Asche wurde traditionell aus den Palmzweigen des letztjährigen Palmsonntag gewonnen.
Der Priester spricht: „Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“.
Im Mittelalter zeichnete man einen Sterbenden Asche in Form eines Kreuzes entweder auf seine Brust oder seine Stirn.
Im Kloster bettete man die Verstorbenen auf ein Tuch mit Asche bestreut. ( Cilicium )

Ärztliche Leichenschau

Kann jeder Arzt unvermittelt nach Eintritt des Todes am Verstorbenen durchführen, um

  • Den Tod festzustellen
  • Einen unnatürlich aussehenden Tod aufzudecken ( Kunstfehler, Verbrechen etc)
  • Gemeingefährliche und ansteckende Krankheiten aufzudecken
  • Scheintote zu verhindern

Ars moriendi

Bedeutete „Die Kunst gut zu sterben“.
Im Mittelalter entstand eine Literaturrichtung, die der Vorbereitung auf den Tod dienen sollte. Sie gibt Anweisungen in der Sterbestunde, dass man den irdischen Besitz nicht halten soll, der Gnade Christi vertrauen soll.
Das Buch soll eher Hilfestellung zur Sterbebegleitung von Priestern gewesen sein.
Für die Laien gab es bebilderte Ausgaben zum besseren Verständnis.

Armesünderfriedhof

Bestattung von Verbrechern, Hingerichteten und Selbstmördern auf ausgegrenzten Friedhofsbereichen, z.B. Feldbegräbnis.