Urnenwahlgrab

Ein Urnenwahlgrab wird ein-, doppel- oder mehrstellig vergeben.
Neben der eingeräumten Ruhefrist wird ein befristetes Nutzungsrecht mit der Option auf Verlängerung eingeräumt. (sogenannte Familiengräber)

Urnenreihengrab

Wird erst im Todesfall einzeln und nur der Reihe nach vergeben.
Den Standort des Grabes bestimmt der Friedhof.
Es gilt die gesetzlich vorgeschriebene Ruhefrist von 20 – 30 Jahren.

Urnen

Die gelieferten Aschekapseln der Krematorien werden meist vor Trauerfeiern in Urnen (Schmuckurnen) gebettet.
Der äußeren Gestalt der Urnen sind keine Grenzen gesetzt, ebenso in der Verwendung des Materials.
Sie sind alle entweder mit Griffen oder Versenkseilen ausgestattet, um ein würdiges Versenken der Urne zu ermöglichen.
Alternativ dazu werden vom Hersteller Versenknetze mitgeliefert.

Beständige Urnen
Urnen aus Buntmetall ( Kupfer, Messing, Neusilber ), Leichtmetallgussurnen, Bronzegussurnen, Keramikurnen, Granulaturnen, Urnen aus Marmor oder Granit

Vergängliche Urnen
Urnen aus Stahlblech, galvanisierte Urnen, vergängliche Keramik Urnen, Anhydriturnen oder Holzurnen

Urnen für Seebestattungen
Urnen für die See müssen schnelle Auflösbarkeit im Wasser als Voraussetzung haben.
Geeignete Materialien für diese Beisetzungsart sind Tonolith (Ton), Quarzilith (Quarzsand), Kristallith (Salzbestandteile) oder Ornith (Muschelkalk).

Unfarben

Weiß – gebrochenes weiß wird als Trauertracht bevorzugt, sie ist Grundfarbe von Leinen und Wolle, muss nicht gefärbt werden, ist Ausdruck dessen, dass kein Aufwand betrieben werden muss.
Schwarz ist die Farbe der Entsagung, der Treue und Festigkeit, meist beim Feststaat bevorzugte Farbe.
Violett gilt auch als Trauerfarbe.

Umbettung

Nach erfolgter Erdbestattung / Urnenbeisetzung geht die Pflicht zur Überwachung der Totenruhe in die Hände des Friedhofsträgers über.
Soll eine Umbettung (Aushebung einer bestattenden Person zum Zwecke der Wiederbeisetzung in einer anderen Grabstelle) gemacht werden, muss ein Antrag beim Friedhofsträger von den Hinterbliebenen gestellt werden.
Beachten Sie bitte, dass aus manchen Grabstellen keine Ausbettung machbar ist,  z. B, aus Urnengemeinschaftsgräbern.
Die zugehörigen Friedhofssatzungen des Friedhofes sind zu beachten.

Antragsberechtigte für Umbettungen sind

  • Berechtigte Angehörige
  • Grabnutzungsberechtigte
  • Friedhofsträger (wenn, z. B, die Grabstelle wegen Umstrukturierung des Friedhofes verlegt werden müssen )
  • Bei Kriegsgräbern die öffentliche Hand

Dokumente, die für eine Umbettung benötigt werden

  • Schriftlicher Antrag mit Begründung
  • Zustimmung des Nutzungsberechtigten
  • Grabkaufbestätigung des neuen Friedhofes zur Wiederbeisetzung
  • Amtsärztliche Genehmigung, wenn die Umbettung innerhalb der gesetzlichen Ruhefrist ist
  • Sterbeurkunde

Für eine Umbettung nach der Ruhefrist ist der Friedhofsträger allein verantwortlich.

Folgende Vorschriften für eine Sargumbettung sind einzuhalten:

  • Ausgrabung geschieht in der kälteren Jahreszeit (Oktober – März)
  • Ausgrabungen nur außerhalb der Öffnungszeiten des Friedhofes
  • Absperrungen des Friedhofsteiles ( sensationslustige Zuschauer )
  • Verwendung eines neuen Sarges
  • Sofortige Beisetzung am neuen Beisetzungsort
  • Desinfektion von allen Ausgrabungshilfsmitteln, Kleidung sowie des Bestatterfahrzeuges