Totenschein

Die einzelnen Landesgesetze regeln, dass ein Mensch erst dann bestattet werden darf, wenn die Todesbescheinigung (aufgrund einer Leichenschau) ausgestellt wurde und danach das zuständige Standesamt die Eintragung des Sterbefalles in das Sterbebuch vorgenommen hat.
Der Arzt, der die Leichenschau vornimmt, notiert auf dem Totenschein, u.a.

  • Feststellungen über den Tod
  • Todeszeitpunkt
  • Todesart
  • Todesursache

Totenkult im Altertum

Ägypten
Künstlerische Schreine, viele Grabbeigaben dokumentieren bei Ausgrabungen im Niltal / Pyramiden von unglaublicher Verehrung der Toten.
Parsen (Nachfahren der Perser)
Ungefähr 100.000 dieser Nachfahren gibt es heute noch (Gebiet um Bombay). Es galt als Verunreinigung, wenn man in Kontakt mit Verstorbenen kam, die nur durch umfangreiche Waschungen aufzuheben war. Bestattungsplatz war die Dakhmah (Leichenturm) weit außerhalb der Stadt. Die Toten wurden auf diesem hohen zylindrischen Turm unbekleidet auf dem Dach niedergelegt, den Geiern und anderen Aasfressern vorgelegt. Nach vollständiger Skelettierung wurden die Gebeine im Untergeschoss des Turmes verwahrt.
(Ähnliche Gebräuche findet man bei den Indianern in Nordamerika)
Alten Germanen
Die Germanen bestatteten ihre Toten sippenweise unter Grabhügeln. In der Altsteinzeit dokumentieren Höhlenmalereien von den ersten Feuerbestattungen. Den Toten gab man Kleidung, Schmuck und andere Totenbeigaben mit auf den offenen Scheiterhaufen. Die Asche wurde in einer Urne beigesetzt. Alternativ wurden Verstorbene in Schreine gebettet, die den Särgen von heute wohl ähnlich waren.

Totenflecke

(Livores) Sind Blutansammlungen im Gewebe.
Lag der Verstorbene beim Tod auf dem Rücken, so fließt das Blut Richtung Po und Rücken.
Die am meisten untenliegenden Stellen sind dann von diesen Totenflecken befallen.
Die oberen Stellen sind blutleer.
Diese Totenflecke erscheinen 30 Minuten nach dem Tod und nach 4 Stunden sind sie voll da.
Bis 10 Stunden nach dem Tod kann der Bestatter diese Flecke durch Massagen wegbekommen.

Tod von Kindern

Versterben Kinder vor ihren Eltern, so ist dies eine extreme Situation für das Elternpaar. Schuldzuweisungen sind keine Seltenheit.
Da Männer und Frauen anders trauern, ist die Wahrscheinlichkeit laut Statistik sehr hoch, dass es zur Trennung des Elternpaares kommt. Durch Gesprächskreise oder Therapien kann man sich helfen lassen.
Siehe auch „verwaiste Eltern“.

Thanopraxis

Ist der Umgang mit Verstorbenen zur kurzzeitigen Konservierung, auch „Modern Embalming“ genannt, wobei die Dialyse gemeint ist, wo es zum Austausch von körpereigenen Flüssigkeiten gegen konservierende / desinfizierende Flüssigkeiten kommt.
Aufgaben:

  1. Desinfektion des Verstorbenen, wobei sichergestellt sein muss, dass alle Personen, die Umgang mit dem Verstorbenen haben, nicht gefährdet werden können
  2.  Verzögerung der Verwesung zum Zwecke der würdevollen Abschied am offenen Sarg
  3. Widerherstellung des früheren Erscheinungsbildes (Verfärbungen werden getilgt)
  4. Zum internationalen Transport der Verstorbenen

Ziel ist es:

  • Beisetzungsfristen zu verlängern
  • Einen grenzüberführenden Transport vorzubereiten
  • Entfernung von Totenflecken, Blau und Rotfärbungen im Kopf und Halsbereich verschwinden, Blaufärbungen an Finger und Fußnägel hellen auf und verschwinden, Lippen und Ohrläppchen erhalten ihre Fülle zurück, an Gelbsucht verstorbene Personen verlieren die gelbe Hautfarbe, durch Absaugen reduziert man üble Gerüche aus allen Körperöffnungen
  • Ein festeres Gewebe nach der Behandlung für eine bessere Ausgangslage für rekonstruktive Arbeiten

Thanatologie

Wissenschaft von Tod, Sterben und Bestattungsritualen.
Wissenschaft, die u.a. Erlebnisse dokumentiert von reanimierten klinisch Toten im Zeitraum zwischen klinischen Tod und erfolgreicher Wiederbelebung.
Ungefähr 100.000 Erlebnisse in Todesnähe sind beschrieben.
Der Tod als Übergang, wobei die Seele den Körper verlässt, es wird als einmaliges, schönes und befreiendes Erlebnis geschildert, wobei die Gefahr besteht, dass der Tod verharmlost wird.

Testamentsvollstrecker

Wird durch den Erblasser ernannt. Er verwaltet den Nachlass und ist berechtigt Verbindlichkeiten einzugehen.

Testament

Laut § 2247 BGB wird ein Testament eigenhändig geschrieben und unterschrieben.
Das private Testament kann überall aufbewahrt werden und man sollte Ort und Datum angeben sowie mit Vor – und Zunamen unterschreiben. Es kann auch beim Amtsgericht verwahrt werden.
Ein öffentliches Testament macht der Notar mit dem Erblasser. Er prüft die Geschäftsfähigkeit des Erblassers, den Inhalt des Testamentes und hinterlegt dieses dann beim Nachlassgericht. Jedes Testament kann ungültig gemacht werden, indem man es

  • vernichtet oder
  • es in einem späteren Testament widerruft

Taoismus

Beim Taoismus handelt es sich um eine Volksreligion und eine Philosophie mit spirituellem Hintergrund, wobei hier das Tao eine wichtige Rolle spielt.
Neben Konfuzianismus und Buddhismus ist der Daoismus eine der „Drei Lehren“ in China.
Der Taoismus wird auf die Lehre des Lao Tse zurückgeführt, welche im sogenannten „Tao Te King“ mit 81 Kapiteln überliefert wurde.
Ein bekanntes taoistisches Symbol ist das Yin-Yang-Symbol.