Amtsärztliche Leichennachschau

Wird von einem neutralen Amtsarzt durchgeführt im Falle einer Einäscherung, zur Ausstellung des Leichenpasses oder wenn der Verdacht auf eine ansteckende Krankheit gegeben ist und diese Krankheit Ursache des Todes ist. Diese Leichenschau findet meist im Krematorium statt.
Ebenso kann ein unnatürlicher Tod festgestellt werden, der vielleicht bei der ersten Arztuntersuchung verborgen blieb. (Mord)
Dieser Arzt verlangt eine Gebühr, die an die Hinterbliebenen durch den Bestatter weitergegeben wird.

Ämterstein

Regional z.B., in Hamburg heißen die Zünfte oder Gilden Ämter.
Diese Gruppen hatten gemeinschaftliche Grabstätten ( Genossenschaftsgräber ).
Diese Grabstätten wurden mit einem Ämterstein geschmückt.

Allerseelenrosenkranz

Er wird ausdrücklich nur für die Arme Seelen gebetet. Wichtig ist der Gebetszusatz:
„O Herr gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen“
Es eignen sich für dieses Gebet besonders die Rosenkränze mit den Leidenswerkzeugen Christi oder man nimmt Gebetszählschnüre mit dem zusätzlich sechsten Gesetz.
Im 19. Jahrhundert gab es eigens dafür vorgesehene 40 Perlen Rosenkränze.

Allerseelenkranz

Allerseelenkränze werden von Blumenbinderinnen aus Rosen, Palmzweigen, Lorbeerzweigen und Chrysanthemen gebunden.
Zwischen 1850 – 1920 wurde dieser Kranz in München auf dem Allerseelenmarkt angeboten.

Allerseelenbüchse

In Bayern und Österreich gibt es in Wirthäusern eine Sammelbüchse für die in dem Jahr verstorbene Stammgäste.
Nach Allerheiligen hat man mit diesem Geld eine Messe gehalten.

Allerseelen-Licht

Diese „ewige“ Lichter unterhielt man früher in Kirchen sowie auf den Erbbegräbnisstellen.
Später wurden Einzelgräber erlaubt, die individuellen Grablichter / Grablaternen setzten sich durch.
Sie waren oval, birnenförmig, manchmal paarweise angebracht, stehend oder hängend in Ampeln.
Die Gläser dieser Laternen waren blau oder rot.
Besonders an Allerseelen werden diese Lichter entzündet, manche tun dies ganzjährig.
Die Evangelischen nutzen diese Lichter genau wie die Katholiken.
Zu Hause entzündet man eine Pfennigkerze oder einfache Wachsstöckerl.(Opferkerzen)

Allerseelen

Ab 1915 von Papst am 02. November eines jeden Jahres eingeführter Gedenktag für die Katholiken.
Gedenktag für alle Verstorbenen, aber heute übernimmt der Allerheiligentag am 01. November die
Funktion dieses Tages.

Allerheiligen

War ursprünglich ein Fest zum Gedenken an alle unbekannten Heiligen, gefeiert wurde das Leben, in
das sie eingegangen sind.
Heutzutage wird dieser Feiertag am 01. November eines jeden Jahres in einigen Bundesländern
begangen. Ein Grabbesuch mit Blumenschmuck und Grabschmuck (Kerzen) und eine Gräbersegnung
finden statt. Früher gab es im Anschluß an dieses Ritual noch eine Totenspeise.

Ahnenfriedhof

Bezeichnet eine Grabstelle von sogenannten Ludendorffanhängern, eine kirchenfreie Gemeinschaft.
1930 entstand in Seelenfeld ( Westfalen) die erste Grabstätte dieser Art. Der Ahnenfriedhof wurde
um ein Hünengrab herum angelegt und wurde nur durch Bäume wie Eichen, Birken und Buchen
bepflanzt. Grabsteine gab es nur in Form von Findlingen.
In Deutschland gibt es noch in Hude / Oldenburg und in Conneforde / Westerstede.
Es sind alles Privatfriedhöfe.