Armenbegräbnis

Auch noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es durchaus üblich, dass man in einem Massengrab beigesetzt wurde, hatte man kein Geld.
Solche Armenbegräbnisse fanden ohne Priester und ohne Trauergemeinde statt.
Die dafür vorgesehenen Stellen waren:
Massengräber auf Kirchfriedhöfen, Elendseite des Kirchhofes auf Fremdenfriedhöfen, Bestattungen an der Straße Feldbegräbnisse.
Die Armenstunde (Zeit des Begräbnisses) wurde bei den Armen zwischen 1 – 2 Uhr Nachmittag festgelegt. (Beispiel Münster)

Arma Christi

Auch Waffen Christi bezeichnet, sind die Werkzeuge, mit denen Christus der Tod zugefügt wurde.
(Dornenkrone, Geißel, Lanze, Zange, Hahn, Lampe, Schwert)
Die echten Arma werden an unterschiedlichen Orten aufbewahrt, zählten zu den Reliquien der Christen.

Arbor infelix

Während der Kreuzigungen im Altertum galt der Arbor infelix, so wie ihn die Römer nannten, als gängige Hinrichtungsart. An einen Baumstamm bzw. Holzpfahl henkte, fesselte oder nagelte man Menschen fest. Man wollte mit dieser Hinrichtungsart den Todeskampf schmerzhaft verlängern. Sofern die Verurteilten nicht an der vorausgehenden Folterung starben, waren sie an den Holzpfählen dem Erfrieren und Verdursten ausgesetzt.

Anzeigefrist eines Verstorbenen

Der Tod eines Menschen muss dem zuständigen Standesamt angezeigt werden, in dessen Bezirk oder Stadt er gestorben ist.
Am folgenden Werktag (nächster Arbeitstag des Standesamtes) muss dies spätestens in mündlicher oder schriftlicher Form erfolgen.

Anteilnahme

Herzliche Anteilnahme / Herzliches Beileid / Aufrichtiges Beileid sind wohl bei uns die gängigsten Beileidsbekundungen für die Hinterbliebenen.
In einigen Kölner Vororten war es bis 1937 üblich, aus Anteilnahme heraus alle Fenster zu schließen, bis die Beisetzung vorüber war.

Anonyme Urnenfelder

Sind Urnengemeinschaftsanlagen ohne Namensnennung der Verstorbenen.
(auch „auf die Wiese“ genannt)
Diese Felder sind meist Haine, Rasenflächen oder mit Dauerpflanzen begrünt.
Beachten Sie:
Ausbettungen sind nicht möglich. Grabsteine / Kreuze können nicht selbst aufgestellt werden. Bepflanzungen sind untersagt.
Meistens lassen sich die Friedhöfe deswegen gesonderte Papiere unterschreiben.

Anniversartuch

Hohen Persönlichkeiten wurde zu ihren Jahrestagen diese Tücher über dessen Grabplatten in den Kirchen gelegt.

Anatomie

Sind Lehr- und Forschungsstätten der Medizinischen Hochschulen.
Zu Lebzeiten können Menschen Ihren Körper zu Lehrzwecken dem Institut spenden. Die präparierten Körperteile werden im dortigen Institut aufbewahrt und verbleiben dort. Der verbleibene Körper wird ca. 1 Jahr nach dem Todeseintritt freigegeben und kann nun beigesetzt werden, die Kosten dafür wird vom Institut übernommen. Man kann aber auf eigene Kosten einen anderen Beisetzungsort wählen, denn die Institute haben meist eine Urnengemeinschaftsanlage für solche Spender, die nicht jeden Geschmack der Hinterbliebenen trifft und diese vielleicht lieber doch eine namentliche Nennung wünschen.

Amulett

Jeder Gegenstand, der am Körper getragen wird, kann die Funktion eines Amulettes haben.
Die geweihten Gegenstände sollen vor Unheil und bösen Kräften schützen, insbesondere vor dem Tod.