Yezidentum

Etwa 30.000 Yeziden leben in Deutschland.
Es gibt kein großes Lehrgebäude für diese Menschen, die auch an einen Gott glauben, dem Schöpfer von Kosmos und Erde.
Ihm unterstehen 7 Engel (z. B, der erste ist Melek Taus, in Form eines Pfaus wird er dargestellt)
Die Yeziden stammen aus dem Grenzgebiet zwischen Türkei, Irak, Syrien und der GUS.
Die meisten dieser Menschen leben in Dt. heute Raum Niedersachsen (Burgdorf, Celle, Hannover).
Deshalb wurde auf dem Friedhof Hannover – Lahe ein Gräberfeld für sie eingerichtet.
Diese Gräber sind nach SO zur aufgehenden Sonne ausgerichtet.
Es herrscht ein strenges Kastensystem. Beim Tod eines Menschen ist die Bescheinigung des Peschimam ( geistlicher Führer der Religion ) für die Beisetzung notwendig, aus der dann hervorgeht, in welcher Kaste der Verstorbene war und das er der Glaubensgemeinschaft angehörig war.
Es gibt unterschiedliche Grabstellen für unterschiedliche Kasten.
Die Männergräber bekommen einen Kopf und Fussstein, die Frauen nur einen Kopfstein, eine Steinkante dient als Umrandung der Grabstelle. Im Normalfall gibt es auf diesen Gräbern niedrige Bodendeckerpflanzen, auch Blumenschmuck.
Bruder oder Schwester spielen bei Totenunterweisungen / Bestattungen eines Verstorbenen eine große Rolle.

  • Rituelle Waschungen durch den zuständigen Scheich und Pier
  • Der Verstorbene bekommt eine weiße Hose, weißes Hemd und weiße Socken an und wird in ein weißes Tuch eingenäht, am Kopf verbleibt ein kleines Loch
  • Die Hände werden gefaltet und ihn sie werden kleine Erdkugeln gelegt
  • Unter Totengebeten und lautem Klagen der Frauen kommt es zu Bestattung
  • Bei der Bestattung wird darauf geachtet, dass um dem Kopf ein fester Rahmen aus Stein, oder anderem nicht verrottbarem Material gebaut wird ( In Dt. übernimmt der vorgeschriebene Sarg diese Funktion)
  • Nach der Beisetzung gibt es ein Festmahl
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