Überführung eines Verstorbenen innerhalb Deutschlands

Von Überführung eines Verstorbenen spricht man, wenn man ihn entweder vom Sterbeort zur Kühlzelle oder von der Kühlzelle zum Bestattungsplatz (Friedhof) bringt.
Der Verstorbene hat zur eindeutigen Identifikation den Totenschein, der vom Arzt ausgestellt wurde, bei sich.
Die Leichenbeförderung kann im Leichenwagen mit Sarg / Unfallhülle oder Trage durchgeführt werden (nach DIN 75081).

Alternativ gibt es die Überführung auf dem Schienenweg mit der Eisenbahn. Hier gelten diese Bestimmungen nach der Eisenbahnverkehrsordnung vom 08.08.1938:

  • Transport ist entweder mit dem Personen oder dem Güterzügen möglich
  • Leichensendungen müssen dem Startbahnhof mindestens 6h vor Abfahrt gemeldet werden
  • Der Sarg muss den Bestimmungen des internationalen Abkommens entsprechen
  • Zugelassen sind Holzsärge mit einer 5- 10 cm dicken saugenden Schicht (außer bei ansteckenden Krankheiten des Verstorbenen)
  • Es gelten die Bestimmungen des Berliner Abkommens vom 10.02.1937
  • Zu beachten ist das Straßburger Abkommen von 1973
  • Die Versendung erfolgt mit Eilfrachtbrief
  • Der Empfänger muss den Verstorbenen innerhalb von 6 Stunden nach Ankunft im Zielbahnhof abholen
  • Ein Begleiter muss mit dem Sarg mitfahren, wenn die Zieladresse kein Krematorium / Bestatter ist ( Begleiter entfällt, wenn Erklärung des Empfängers vorliegt, dass die Abholung sofort erfolgt bei Benachrichtigung)
  • Die Sendung erfolgt in einem gewöhnlichen, geschlossenen Waggon
  • Polizei muss verständigt werden, wenn der Sarg nach 6 h nicht am Ziel abgeholt wurde

Leichenbeförderung auf dem Seeweg

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