Trauerfloristik

Ein Bestatter arbeitet meist eng mit dem ortansässigen Florist zusammen.
Er übernimmt heute die Beratung zur Auswahl des passenden Blumenschmuckes für einen Sarg oder eine Urne und leitet die ausgesuchten Blumen als Bestellung weiter.

Arten von Blumenschmuck

Kranz
meist bei Erdbestattungen (Sargbestattungen) verwendet, da diese Kränze ziemlich groß sind und auf manche Urnengräber kein Platz vorhanden ist.
Das meist verwendete Koniferengrün zur Ummantelung des Kranzrohkörpers dient ach heute noch als Symbol für das Weiterleben nach dem Tod.
Der Kranzrohkörper besteht aus Stroh, ummantelt mit einem grünen Vlies. Darauf werden entweder maschinell oder manuell Fichte, Tanne oder Scheinzypresse gebunden. (Koniferengrün)
Verwendet man Blätter (die man einzeln mit Nadeln befestigt) so nennt man diesen Kranz Römerkranz.
Hat man diese Unterkonstruktion fertig, so wird ein Steckmasseblock (mit Metallgitter umgeben) darauf befestigt, wo dann die gewünschten Blüten hineingesteckt werden können.
Zusätzlich kann an den Kranz eine individuelle Schleife befestigt werden.
Alternativ zum Römerkranz gibt es den Blütenkranz, also nur aus Blüten und Blättern bestehend. Als Unterlage dient ein Kunststoffring, der mit Steckmasse gefüllt ist, damit die Blüten nicht gleich verwelken.

Sargschmuck (Sargbouquet/ Sargdecke)
Auf eine Unterlage mit Steckmasse wird ein Sarggesteck erarbeitet, welches auf den Sargdeckel Platz findet. Es sollte nicht zu groß sein, wesentliche Teile des Sarges müssen trotzdem sichtbar bleiben. Es ist die Kunst des Floristen, ein Gesteck zu erarbeiten, welches gut zum Sarg passt, mit überhängenden Blättern, bitte kein Gesteck, was aufgesetzt wirkt. Diese Gesteck kann mit zweiseitigen Klebeband auf dem Sargdeckel fixiert werden.

Urnenschmuck
Einen Steckschaumkranz findet man am Fuße einer Urne, mit kleinblütigen Blüten und Blättern oder wenig nach oben gearbeiteten Blüten. Wichtig ist, dass die Urne noch zu erkennten ist.
Auch gibt es lose gebundene Blüten, die auf die Urne als Kranz gelegt werden.
Kleinere Gestecke können auf den Urnendeckel mit einem Steckschaumwürfel geklebt werden.

Trauerstrauß / Grabstrauß
Ein gebundener Strauß, den man als Gast einer Trauerfeier mit ins oder an die Grabstelle niederlegen kann.

Sargstrauß
Man gibt einen gebundenen Strauß Lieblingsblumen in die Hände des Verstorbenen zu einer Aufbahrung.

Trauergesteck
Ist ein größerer Trauerstrauß mit einer Steckmasse gearbeitet, diese Steckmasse bietet einen Griff zum besseren Halten des Gesteckes.
Diese Art der Floristik wird gern bei Urnenbeisetzungen gewählt, da der Platzverbrauch nicht so groß ist.

Blumen zum Nachwerfen (Streublumen)
Sind einzelne Blüten oder Blütenblätter, manchmal sogar winzig gebundene Sträußchen.
Alle Arten haben immer wieder bevorzugte Blumen, die unterschiedliche Bedeutungen haben können:

  • Nelke (Im Mittelalter Sinnbild des Verlöbnisses und der Liebe) wird im Christentum mit der Gottesmutter Maria in Verbindung gebracht
  • Calla
  • Chrysantheme
  • Getreide (Symbol des Kreislaufes der Natur)
  • Efeu (Treue und Verbundenheit , Sinnbild der Unsterblichkeit)
  • Weiße Lilie (Jungfräulichkeit, Unschuld, Keuschheit, Reinheit der Gottesmutter)
  • Palmwedel (Friedenssymbol)
  • Mohn (Symbol für schnell verblühendes Leben)
  • Fichte (Unsterblichkeit)
  • Rose (Liebessymbol , Symbol der weiterlebenden Seele)
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