Gräbergesetz

vom 01.07.1965 in der Fassung der Bekanntmachung vom 09.08.2005 bezieht sich auf die Erhaltung von Gräbern der Opfer von Krieg – und Gewaltherrschaft.
Folgende Gräber sind inkludiert:

  • Gräber von Personen nach § 5 des Gesetzes über die Erhaltung der Kriegergräber aus dem Weltkrieg vom 29.12.1922
  • Gräber von Personen, die von 26.08.1939 – 31.03.1952 während ihres militärischen Dienstes gefallen oder tödlich verunglückt waren oder an den Folgen von Gesundheitsschädigungen gestorben sind. Auch Gräber von Personen, die während der Kriegsherrschaft oder an anderen Folgen bis zum 31.03.1952 oder innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Gefangenschaft gestorben sind
  • Gräber von Zivilpersonen, die von 01.09.1939 – 31.03.1952 durch Kriegseinwirkung zu Tode gekommen waren oder an Folgen von Kriegsverletzungen gestorben sind
  • Gräber von Personen, die Opfer von Nationalsozialisten seit dem 30.01.1933 wurden oder die an den Folgen von Gewaltmaßnahmen bis zum 31.03.1952 gestorben sind
  • Gräber von Personen, die auf Grund von rechtsstaatswidrigen Maßnahmen als Opfer des kommunistischen Regimes ums Leben gekommen sind oder Gesundheitsschäden hatten, an deren Folgen sie innerhalb eines Jahres nach Beendigung dieser Maßnahmen gestorben sind
  • Gräber von Vertriebenen nach §1 des Bundesvertriebenengesetzes, die in der Zeit seit dem 01.09.1939 während der Umsiedlung bis zum 08.05.1945 oder während der Vertreibung / Flucht bis zum 31.03.1952 gestorben sind
  • Gräber von Deutschen, die in der Zeit seit dem 01.09.1939 verschleppt wurden und während oder innerhalb eines Jahres nach ihrer Beendigung an den Folgen von Verletzungen gestorben sind
  • Gräber von Personen, die von 01.09.1939 – 08.05.1945 in Internierungslagern unter deutscher Verwaltung gestorben sind
  • Gräber von Personen, die von 01.09.1939 – 08.05.1945 zur Leistung von Arbeit in das Gebiet des Deutschen Reiches verschleppt wurden und gegen ihren Willen festgehalten wurden und dort zu Tode kamen
  • Gräber der von einer anerkannten internationalen Flüchtlingsorganisation in Sammellagern betreuten Ausländer, die dort vor Ort oder nach ihrer Überführung in ein Krankenhaus von 09.05.1945 – 30.06.1950 verstorben sind.

Ist die Verwaltung des Lagers nach dem 01.07.1950 in die Zuständigkeit deutscher Stellen übergegangen, tritt der Tag vor der Übernahme in die deutsche Verwaltung anstelle des 30.06.1950.

Nach §2 Abs. 1 Gräbergesetz bleiben diese Grabstätten dauernd bestehen.

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