Buddhismus

Ist auch in Indien entstanden, heute jedoch auch in Vietnam, China, Koreas, Thailand, Japan und Sri Lanka verbreitet.
Die Sonderform Lamaismus ist in Tibet, Sikkim, Nepal und in der Mongolei beheimatet.
Der Stifter der Religion Buddha lebte im 6. Jh. V. Chr. Und verkündete die 4 Wahrheiten:

  • Alles Leben ist unablässigem Leiden unterworfen
  • Die Ursache des Leidens sind die Leidenschaften wie Lust und Begierde nach weltlichen Genüssen
  • Die Befreiung von den Leidenschaften hebt das Leiden auf
  • Der Weg zur Befreiung führt über den heiligen, achtfachen Pfad (um eine Aufhebung der Leiden zu erhalten müssen Vorschriften eingehalten werden, die sich auf das Denken, die Gesinnung, das sittliche Verhalten und das Training des Geistes beziehen)

Die Wanderung der Seelen geht durch immer neue Existenzen bis zum Eingehen ins Nirwana. (die völlige, selige Ruhe)
Es gibt in dieser Religion keine einheitliche Bestattungsriten.
Die Feuerbestattung ist zwar die meist Verbreiteste, jedoch gibt es auch Unterschiede.
In China gibt es Erdbestattungen, in Tibet sogar Himmelsbestattungen (der tote Körper wird auf einen Hügel gebracht, zur Überlassung an Vögeln und Tieren)
In Deutschland finden meist Feuerbestattungen statt, buddhistische Urnengrabfelder gibt es z.B, auf dem Friedhof Seelhorst in Hannover.
Versorgung des Leichnams:
Der Verstorbene darf mindestens 8 Stunden nach Eintritt des Todes nicht bewegt werden, ja nicht einmal berührt werden.
Das Waschen und Einkleiden erfolgt vom Bestatter erst nach dieser Zeit, oft in ein weißes Leinentuch.
Gestaltung der Trauerfeier:
Bei allen buddhistischen Richtungen gibt es immer einen Mönch als Prediger, der eine Weihung des Sarges mit Wasser vornimmt.
Musikalische Umrahmungen, Kerzen ( weiss), Blumen (weiss) Obst (meist Äpfel, Orangen und Weintrauben) sowie ein neben dem Sarg stehenden Foto des Verstorbenen können, müssen aber nicht vorhanden sein.
Bestattung:

  • Erdbestattung

Die Trauergemeinde bleibt in einer Reihe stehen und bedankt sich, die Sargträger tragen in der Zeit den Sarg aus dem Feierraum. Auf dem Weg zum Grab entsteht so ein Trauerzug, an der Spitze ist eine Buddha Figur, dann kommt der Sarg und zum Schluss die Gemeinde.

  • Feuerbestattung

Die Urne wird 49 Tage in einem buddhistischen Tempel aufbewahrt, bevor sie bestattet wird

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